Sparheldin Podcast Folge 12 mit Marc von Finanzsegen

Am Monatsende bleibt nichts von deinem Gehalt übrig und du fragst dich Monat für Monat, wo dein ganzes Geld hingeht? Ein Haushaltsbuch ist der erste Schritt für dich, um einen guten Überblick über deine Einnahmen und Ausgaben zu erhalten. So fällt es dir leichter, deine Ausgaben zu kalkulieren und langfristig vor allem Geld sparen.

Um mit dem Ersparten während seines Auslandssemester über die Runden zu kommen, begann Marc ein Haushaltsbuch zu führen. Dadurch gelang es ihm, seine Ausgaben während des Auslandsaufenthaltes, wo er keine Einnahmen hatte unter Kontrolle zu halten. Auf seinem Instagram-Kanal @finanzsegen teilt er seine Erfahrungen im Umgang mit Geld.

In dieser Podcast-Folge erfährst du…⠀

➡️ warum sich Marc gegen eine Beratung bei einem Finanzberater entschieden hat

➡️ wie dir ein Haushaltsbuch die Augen öffnen kann

➡️ warum du verschiedene Sparziele brauchst

➡️ was Marc aus seinem ersten Fehlinvestment gelernt hat

➡️ welche Investmentgrundsätze hinter dem DECKEL-Prinzip stecken

Ein Haushaltsbuch zu führen, ist viel leichter als gedacht

Viele Menschen, die dem Konsum verfallen sind, schrecken vor der Führung eines Haushaltsbuches zurück. Es heißt, es sei anstrengend und nervig, jede finanzielle Transaktion genausten zu tracken. Was die meisten dabei aber vergessen: Langfristig hilft ein Haushaltsbuch beim Sparen! Denn es zeigt dir schwarz auf weiß überflüssige Ausgaben auf.

Es gibt keine effektivere Methode als ein Haushaltsbuch, die dir dabei hilft, deine Einnahmen und Ausgaben regelmäßig zu reflektieren, sodass du genau sehen kannst, wo dein Geld hinfließt. Mit der Zeit beginnst du deinen eigenen materiellen Konsum zu hinterfragen und fragst dich, ob sich manche Ausgaben wirklich gelohnt haben. Ein Beispiel für solche Ausgaben sind regelmäßige Restaurant- und Barbesuche, ein schneller To-Go-Snack bzw. Kaffee oder Abos für Spotify, Netflix & Co. Das sind bei vielen Menschen unnötige und vermeidbare Ausgaben, die auf den ersten Blick nicht viel kosten, doch auf den Monat oder das Jahr gesehen, schnell ins Geld gehen.

Balance zwischen Konsum und Sparen

Ziel eines Haushaltsbuches ist es nicht, jeden Cent umzudrehen, sondern vielmehr eine ausgewogene Balance zwischen Sparen und Konsum zu finden. Marc empfiehlt eine Sparquote von mindestens 10% der regelmäßigen Einnahmen festzulegen. Wichtig ist, dass das Sparen dabei auch Spaß macht, schließlich arbeiten wir ja auch, um das Leben zu genießen. Und das ist auch völlig okay, solange wir unsere Ausgaben kontrollieren und nicht alles auf einen Schlag auf den Kopf hauen!

Um Spaß am Sparen zu haben, ist es sinnvoll, dass du dir entsprechende Sparziele setzt, die du kurz-, mittel-, und langfristig erreichen möchtest. Das kann ein (materielles) Ziel wie z. B. die neuen AirPods, der Karibikurlaub im 5 Sterne-Hotel oder aber auch der langfristige Wunsch nach finanzieller Freiheit sein. Es hilft, wenn du dir deine Ziele täglich vor Augen hältst, damit du auch immer weißt, wofür du dir jeden Monat sparst. Erstelle dafür z. B. ein Visionboard oder schreibe deine Ziele auf ein Smartbooard, eine Tafel oder kleb Sie dir mit Post-its auf deinen Badezimmerspiegel. Deine Finanzziele leiten sich dabei oft von deinen großen Zielen im Leben ab. Denn Geld ist nur ein Mittel zum Zweck, um dein Leben zu gestalten.

Wie kommst du deinen Sparzielen näher?

In der Vergangenheit haben sich Marcs Freunde und Bekannte immer häufiger Hilfe von Vermögensberatern eingeholt. Er selbst war diesbezüglich allerdings skeptisch. Er hat sich dann bewusst gegen einen solchen Finanzberater entschieden, da ihm die ganze Materie sowie der abzuschließende Vertrag zu undurchsichtig waren. Stattdessen begann er, sich selbst zu informieren und Finanzwissen aufzubauen.

Um das Sparen nicht dem Zufall zu überlassen, hat Marc seinen Sparprozess automatisiert, indem er das Zwei-Konten-Modell nutzt. Das erste Konto nutzt Marc für den alltäglichen und regelmäßigen Konsum und das zweite Konto zum Sparen. Über einen Dauerauftrag wird sein festgelegter Sparbetrag jeden Monat von seinem Konsumkonto automatisch auf sein Sparkonto überwiesen. Vom Sparkonto gehen dann nochmal separat verschiedene Daueraufträge an Depot-Verrechnungskonten, womit er dann an der Börse investiert.

Als guten Einstieg an der Börse nennt Marc ETF-Sparpläne. Ein ETF auf den MSCI-World ist dazu ein Paradebeispiel, mit dem man am Anfang aufgrund der breiten Streuung nichts falsch machen kann. Du hast aktuell nur wenig Geld zur Verfügung, da du Student oder Azubi bist und möchtest dir trotzdem kurz-, mittel-, oder langfristige Sparziele setzen?

Es lohnt sich auch mit kleinen Beträgen anzufangen

Kein Problem, denn Sparen musst du prozentual sehen. Auch wenig Geld kann regelmäßig gespart werden. Verschaffe dir mithilfe deines Haushaltsbuches einen Überblick über kleinere Ausgaben, die vielleicht unnötig sind und einfach nicht sein müssen. Du kannst mit Sparplänen nämlich schon ab 25 Euro an der Börse investieren. Nutze solche Angebote, beginne früh genug mit dem Sparen, damit du Vermögen aufbaust und deinen Zielen mit der Zeit immer näherkommst.

Das DECKEL-Prinzip

Dieses einfache Prinzip stellt die für dich wesentlichen Kernpunkte zusammen, die beim Investieren zu berücksichtigen sind.

D=diversifiziert: Setze dein Geld nicht komplett auf ein einziges Investment, sondern senke das Risiko, indem du in verschiedene Wertpapiere investierst.

E=emotionslos: Lasse dich niemals vom Geschehen an der Börse emotional beeinflussen und investiere im besten Fall immer langfristig.

C=chancenorientiert: Rendite bedeutet immer auch ein gewisses Risiko, welches du eingehen musst. Risiken gehören beim Investieren dazu und der Totalverlust deines Geldes ist immer eine Möglichkeit, die du niemals außer Acht lassen solltest.

K=kostenoptimiert: Kosten schmälern deine Rendite, weswegen du immer versuchen solltest, möglichst günstig an der Börse zu investieren.

E=eigenverantwortlich: Triff deine Finanzentscheidungen immer eigenständig und gib dein Geld niemals in fremde Hände.

L=langfristig: Einzelaktien immer wieder ein- und verkaufen lohnt sich in der Regel weniger, langfristiges Investieren ist immer besser, da du so geringere Kosten hast und Schwankungen aussitzen kannst.

Auch Fehler gehören an der Börse dazu

Wer keine Fehler macht, kann auch nicht daraus lernen. Es ist völlig normal beim Investieren an der Börse auch mal etwas falsch zu machen, gerade am Anfang. Mit der Zeit bekommst du ein Gefühl für das Börsengeschehen und entwickelst deine persönliche Anlagestrategie.
Marc empfiehlt, Hypes an der Börse zu ignorieren und nicht in etwas zu investieren, was du nicht verstehst. So investiert er selbst z. B. nicht in Krypto-Währungen, da diese für ihn nicht greifbar erscheinen und er zu wenig darüber informiert ist. Aktien findet er überschaubarer, denn man kann die Zahlen und die Entwicklung des Unternehmens sehr einfach nachverfolgen.

Marcs Tipps für Anfänger:

Beschäftige dich mit den Themen Sparen und Investieren, lies entsprechende Bücher oder schau in den sozialen Netzwerken. Versuch die Welt der Finanzen zu verstehen und schreckt bloß nicht vor kleinen Fehlern zurück!

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie dir ein gut geführtes Haushaltsbuch dabei hilft, weniger zu konsumieren und mehr zu sparen und investieren und wie es Marc bereits geholfen, sein Auslandssemester zu finanzieren, dann hör dir unbedingt die ganze Folge im Sparheldin Podcast an. Dort erhältst du viele weitere Tipps und Empfehlungen zum Sparen und Investieren, auch wenn du vielleicht aktuell weniger Geld zur Verfügung hast.

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